Archiv der Kategorie ‘Zeit‘

Wunder? – Na klar!

Dienstag, den 10. April 2012

Bibellesen kann so spannend sein! Gerade habe ich Psam 78 gelesen. Was für eine Zusammenstellung von historischen Ereignissen und dramatischen Zuständen im Volk Israel! Asaph – der dieses Lied gedichtet hat – hat ein grosses Anliegen: Seiner Generation und auch der künftigen unbedingt von den grossen Taten Gottes zu berichten, die in der Vergangenheit geschehen sind.

Wunderliste

Und er zählt emsig auf, wie oft das Volk vor oder in unüberwindbaren Schwierigkeiten steckte. Und Gott sie da auch immer wieder auf überraschende und kreative Art herausholte…:

  • 12 Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Gefilde von Zoan.
  • 13 Er zerteilte das Meer und ließ sie hindurchziehen und stellte das Wasser fest wie eine Mauer.
  • 14 Er leitete sie am Tage mit einer Wolke und die ganze Nacht mit einem hellen Feuer.
  • 15 Er spaltete die Felsen in der Wüste und tränkte sie mit Wasser in Fülle;
  • 16 er ließ Bäche aus den Felsen kommen, dass sie hinabflossen wie Wasserströme.
  • 23 Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels
  • 24 und ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot.
  • 25 Brot der Engel aßen sie alle, er sandte ihnen Speise in Fülle.
  • 26 Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind
  • 27 und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer; (more…)

Was denn nun – Maria oder Martha?

Dienstag, den 3. April 2012

Wir sind zu Besuch bei guten Bekannten. Der Hausherr spricht beim Kaffeetrinken auf der Terasse seine Frau an. Ich hake nach, denn ich meine, ich hätte ihn “Martha” sagen hören. Dabei heisst seine Frau Marita…

Und plötzlich sind wir im Gespräch über die beiden Schwestern in der Bibel, den überraschenden Besuch von Jesus mit seiner Reisegesellschaft in ihrem Haus und wie herausfordernd es für die Gastgeber damals gewesen sein dürfte, alle die hungrigen Mäuler zu stopfen. Kein Wunder, dass sich Martha in ihrer Überforderung irgendwann empört an Jesus gewand hat, er möge ihre Schwester zum Helfen auffordern. Denn diese sass in der Nähe von Jesus und hörte ihm zu…

Marta aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe!
Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; 
eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird. (Luk. 10, 40-42) (more…)

Roter Winkel, hartes Leben

Samstag, den 31. März 2012

Da lag es. Auf dem Tisch im Arbeitszimmer. Meine Frau hatte es von einem Treffen beim Roten Kreuz mitgebracht. Das Buch “roter Winkel, hartes Leben” – in quadratischer Form und zweisprachig, sowohl deutsch als russisch geschrieben.

Ich nahm es zur Hand – und kam nicht wieder los. Till Mayer, Jahrgang 1972, Journalist und Fotograf hat es verfasst. Und die Fotos dazu gemacht. Das Thema? Er besuchte Überlebende von Konzentrationslagern in Lemberg, ihrer ukrainischen Heimat. 2007 sind diese Bilder und Geschichten aufgenommen wurden.

Vierzehn verschiedene Schicksale presst der Autor in kurze Skizzen ihres Lebens. Wie will man auch die Fülle von Emotionen, Erlebnissen, fatalen Erinnerungen und gespeicherten Ängsten in wenigen Zeilen beschreiben? Till Mayer ist es gelungen. Ich merke es daran, wie mich das Thema, die einzelnen Schicksale nicht loslassen, auch wenn ich das Buch schon zu Seite gelegt habe. (more…)

Hallo Fidel Castro!

Donnerstag, den 29. März 2012

Ein Gespräch über Gott und die Welt soll es gewesen sein – insofern passt das Thema natürlich auf meinen Blog:-)
 
Dass du dich gestern mit dem Papst getroffen hast, das ist eine kleine Revolution! Aber Revolutionen bist du ja gewöhnt…
 
Entschuldige bitte, wenn ich dich duze. Aber schliesslich begleitest du mich schon ein ganzes Leben. Ich bin mit dir aufgewachsen, dem “Bruder” in der Karibik. Der mit unseren Staatsführern dasselbe Ziel anstrebte, die sozialistische Revolution. Und ich kann mich noch gut an die Slogans meiner Kindheit erinnern, als es während und nach der Kubakrise 1962 hiess: “Hände weg von Kuba!”
 
Atheist trifft Papst
 
Du hast dich fast ein Leben lang als Atheist bezeichnet, obwohl du eine Jesuitenerziehung genossen hast. Die Kirche zu bekämpfen, den Atheismus in der Verfassung zu verankern – das sind schon klare Signale an Glaubende. Umso erstaunlicher war da jetzt deine Bitte, das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI. auf seiner Kubareise zu treffen.
(more…)

Gott begegnen? – Manchmal muss man auf einen Turm steigen…

Freitag, den 23. März 2012
Kennen Sie Habakuk?
Klingt so fremd, altertümlich.
Ach, ein Name ist das? Ich hätte mehr eine historische Ausgrabungsstätte im Irak oder Indien vermutet.
Der soll aus der Bibel kommen…
Soll nicht, der kommt von daher – ist einer der kleinen Propheten.
Ja – und? Muss man ihn kennen?
Muss nicht, aber interessant ist der Typ allemal.
Und man kann von ihm lernen.
Ach? Was denn?
Der hat damals schon gebloggt, seine Erlebnisse und Erfahrungen einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt…
 
Habakuk 2 (LUT)
1 Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe.
2 Der HERR aber antwortete mir und sprach: Schreib auf, was du geschaut hast, deutlich auf eine Tafel, dass es lesen könne, wer vorüberläuft!
3 Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben.
4 Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
 
Erst fragen – dann türmen
 
Letztens las ich sie wieder, die ersten vier Verse in seinem zweiten “Blogbeitrag”. Und fand sie spannend! Habakuk hatte viele Fragen. Und ging damit an die richtige Adresse. Gott sollte ihm doch antworten, ihm erklären, wie sein politisches Umfeld gerade einzuordnen wäre.
Gott Fragen stellen – natürlich darf man das. Wer sollte denn sonst kompetente Antworten geben? Wie die Welt tickt. Wozu Leid zugelassen wird. Wohin und wofür ich mich entscheiden soll… (more…)

Hallo Herr Wulff!

Sonntag, den 11. März 2012

Es ist doch eigenartig, wie das Leben manchmal verläuft. Gestern noch intensives, vollgepacktes Programm – heute Klosterstille und Abgeschiedenheit.

Ich habe – wie wohl ganz viele interessierte Bürger – in den letzten Wochen verfolgt, wie sich die Causa Wulff entwickelte. Vom recht jungen Bundespräsidenten mit den vielen Präsentationsaufgaben zu dem Politiker, der manche Handlungen nicht wirklich einer breiten Öffentlichkeit erklären wollte. Oder konnte.

Medien

Erst mal “auffällig” geworden, stürzten sich die Medien, vielleicht sogar mit einem Schuss Genugtuung, auf den (vielleicht) Gestrauchelten. Irgendwie ist das eine perverse Tendenz der heutigen Zeit: Sündenböcke suchen und wenn gefunden – sie zu demontieren. Um der eigenen Fehlerhaftigkeit nicht ins Gesicht schauen zu müssen? Und dann wird gebohrt, gesucht, nachgefragt, angeklagt. (more…)

Am liebsten würde ich eine Kirche gründen

Mittwoch, den 29. Februar 2012

Irgendwie ging es auf einer Website um ein Gemeindethema. Das kann man herrlich kontrovers diskutieren. Und sicher hat jeder – von seiner Warte aus – ganz originelle Ideen für was Neues. Oder auch Argumente, warum die bestehende Kirche / Gemeinde, die er kennt, so fehlerbehaftet ist.

Aber: Man kann ja auch selbst aktiv werden, wie folgender Kommentator meint:

“Hmmmm, ehrlich gesagt würde ich am liebsten eine Kirche gründen die sich nur nach der Bibel orientiert, und in der man auch nur aus der Bibel vorliest.
Irgendwie gibt es mir heutzutage zu viel Mischmasch (Sonderlehren) in den Gemeinden, das verwirrt ein wenig, finde ich.”

Vielleicht hat ER (naja, es könnte ja auch eine SIE sein) ja Recht mit seinem Wunsch nach einer reinen Bibel-Kirche. Dann wäre alles einfacher, deutlicher, klarer.

Wäre es das?

Selbst wenn in einer Kirche “nur” Bibel gelesen würde, stellte sich aber auch da die Frage: Welche Übersetzung / Übertragung würde man benutzen? Und welche Bibelabschnitte kämen zum Rezitieren: Mehr die Gerichtspassagen, die Gottes Heiligkeit hervorheben oder mehr die ermutigenden und tröstenden Abschnitte? Lesen wir nur die Psalmen? Oder aus dem Alten Testament? Andere würden das Neue Testament vorschlagen – schliesslich leben wir nicht mehr unter Gesetz. Und schon kann die “Kirche”, die es ja nicht als Person gibt, sondern die aus Menschen besteht, wieder herrlich kontrovers diskutieren… (more…)

Das Buch vom Himmel

Montag, den 27. Februar 2012

Ich war ziemlich gespannt auf dieses Buch. Einfach, weil mich das Thema “Himmel” auch schon lange interessiert und fasziniert. Und dann erfuhr ich, dass unserer ehemaliger Nachbar – Matthias Herrchen – etwas darüber geschrieben hat. Ich bestellte es sofort. Am Wochenende habe ich es gelesen. In einem Rutsch sozusagen.

Das Buch ist gut geschrieben. Man merkt dem Autor an, dass er gewöhnt ist, mit der Sprache zu brillieren. Gerne fomuliert. Präzise Aussagen trifft. Und durch eigenes Erleben dazu angeregt wurde, den Dingen über den Wolken auf die Spur zu kommen. Und sich lange mit dem Thema Himmel beschäftigt hat.

Die Bibel sagt…

Es ist erstaunlich, an wievielen Stellen der Bibel doch Aussagen getroffen werden, was den Himmel ausmacht. Wie es dort aussieht. Wer dort sein wird und wer nicht. Der Autor bemüht sich, sowohl Stellen aus dem Alten Testament als auch neutestamentliche Aussagen einzuordnen und zu erläutern. Er erklärt die Arten und Hierarchien der Engelwesen. Und versucht auch, das Unbeschreibliche zu beschreiben. Hier eine Kostprobe: (more…)

Hallo Herr Assauer!

Donnerstag, den 16. Februar 2012

Es ist schon eigenartig mit den Medien: Erst berichten diese tagelang über Ihren Schritt in die Öffentlichkeit. Sie haben Alzheimer! Und sogar ein Buch darüber geschrieben!

Aber dann dreht sich der Globus weiter, neue Ereignisse bestimmen die Titelblätter der Gazetten. Whitney Houston stibt mit 48 Jahren. Der Winter beherrscht Europa. Die Griechen sind noch mehr Pleite als auch schon…

Das Leben war spannend 

Doch Ihr Leben, Herr Rudi Assauer, verläuft nicht mehr von Höhepunkt zu Höhepunkt. Das war einmal. Sie, der Fussballermanager von Schalke, der Macher, Sie haben jede Menge ”action” erlebt. Das Leben war spannend, hat Sie gereizt. Sie haben aus ganzer Kraft gelebt.

Jetzt sind Sie 67 Jahre alt. Aber was heisst hier alt? In der heutigen Zeit bescheinigen uns die Demoskopen, dass Sie eigentlich noch viele Lebensjahre vor sich hätten. Eigentlich. Denn keiner weiss, wie alt Sie noch werden. Und wie die vor Ihnen liegende Zeit aussehen wird. Sie leiden ja jetzt schon darunter, dass Sie Vieles vergessen. Alte Freunde nicht mehr erkennen. Im Kopf wie blockiert sind. (more…)

Gottes Valentinstag

Dienstag, den 14. Februar 2012

Früher kannte ich ihn nicht – den Valentinstag.

Später war ich zu alt, um ihn zu begehen, zu feiern. Dachte ich. Und: Dass er nur was für junge Leute wäre, für frisch Verliebte. Ich kann mich noch entsinnen, wie sich unsere halbwüchsigen Kinder freuten, wenn sie Valentinstagsgrüsse über eine Community bekamen. Jemand hatte freundschaftlich an sie gedacht…

Später nutzten wir diesen Tag dann auch, um uns gegenseitig wieder neu durch eine Kleinigkeit unsere Liebe zu zeigen. Beweisen mussten wir diese nicht, das geschieht (oder auch manchmal nicht:-)) an sämtlichen 365 Tagen eines Jahres im Alltag. (more…)