Archiv der Kategorie ‘Hoffnung‘

70 Tage unter der Erde

Dienstag, den 24. April 2012

Ich habe dieses Rettungsaktion damals verfolgt – und mich dann mit den 33 Bergleuten mitgefreut, als sie endlich wieder das Licht der Sonne erblickten.

Am 5. August 2010 gab es in der chilenischen Kupfer- und Goldmine San José einen Bergschlag und schloss die mehr als dreissig Bergleute in cirka 700 Meter Tiefe ein. Viele Tage waren sie von der Aussenwelt abgeschlossen. Keiner an der Erdoberfläche wusste, ob sie noch am Leben waren oder beim Unglück gestorben sind. Rettungsarbeiten liefen an, waren längere Zeit nicht vom Erfolg gekrönt. Bis dann eine Bohrung in ihren Rettungsraum durchkam…

Wunder

Einer der Bergleute, José Henríquez, schreibt später ein Buch darüber. Ich habe es gerade gelesen. Es packt einen. José schildert zuerst seine Kindheit, seine Prägungen. Besonders durch seinen Grossvater. der ihm auch den christlichen Glauben vermittelte und auch vorlebte. Weiter geht um seine Ausbildung und wie er dann beim Bergbau landete. In vielen Jahren bei verschiedenen Tätigkeiten und Minen erlebt der junge Mann, der inzwischen verheiratet ist und zwei Töchter hat, wie ihn einige Unglücke betreffen – er aber immer wieder gerettet wird. Das sind für ihn Wunder, die sein Gott ihn erleben lässt. (more…)

Wunder? – Na klar!

Dienstag, den 10. April 2012

Bibellesen kann so spannend sein! Gerade habe ich Psam 78 gelesen. Was für eine Zusammenstellung von historischen Ereignissen und dramatischen Zuständen im Volk Israel! Asaph – der dieses Lied gedichtet hat – hat ein grosses Anliegen: Seiner Generation und auch der künftigen unbedingt von den grossen Taten Gottes zu berichten, die in der Vergangenheit geschehen sind.

Wunderliste

Und er zählt emsig auf, wie oft das Volk vor oder in unüberwindbaren Schwierigkeiten steckte. Und Gott sie da auch immer wieder auf überraschende und kreative Art herausholte…:

  • 12 Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Gefilde von Zoan.
  • 13 Er zerteilte das Meer und ließ sie hindurchziehen und stellte das Wasser fest wie eine Mauer.
  • 14 Er leitete sie am Tage mit einer Wolke und die ganze Nacht mit einem hellen Feuer.
  • 15 Er spaltete die Felsen in der Wüste und tränkte sie mit Wasser in Fülle;
  • 16 er ließ Bäche aus den Felsen kommen, dass sie hinabflossen wie Wasserströme.
  • 23 Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels
  • 24 und ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot.
  • 25 Brot der Engel aßen sie alle, er sandte ihnen Speise in Fülle.
  • 26 Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind
  • 27 und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer; (more…)

Roter Winkel, hartes Leben

Samstag, den 31. März 2012

Da lag es. Auf dem Tisch im Arbeitszimmer. Meine Frau hatte es von einem Treffen beim Roten Kreuz mitgebracht. Das Buch “roter Winkel, hartes Leben” – in quadratischer Form und zweisprachig, sowohl deutsch als russisch geschrieben.

Ich nahm es zur Hand – und kam nicht wieder los. Till Mayer, Jahrgang 1972, Journalist und Fotograf hat es verfasst. Und die Fotos dazu gemacht. Das Thema? Er besuchte Überlebende von Konzentrationslagern in Lemberg, ihrer ukrainischen Heimat. 2007 sind diese Bilder und Geschichten aufgenommen wurden.

Vierzehn verschiedene Schicksale presst der Autor in kurze Skizzen ihres Lebens. Wie will man auch die Fülle von Emotionen, Erlebnissen, fatalen Erinnerungen und gespeicherten Ängsten in wenigen Zeilen beschreiben? Till Mayer ist es gelungen. Ich merke es daran, wie mich das Thema, die einzelnen Schicksale nicht loslassen, auch wenn ich das Buch schon zu Seite gelegt habe. (more…)

Gott begegnen? – Manchmal muss man auf einen Turm steigen…

Freitag, den 23. März 2012
Kennen Sie Habakuk?
Klingt so fremd, altertümlich.
Ach, ein Name ist das? Ich hätte mehr eine historische Ausgrabungsstätte im Irak oder Indien vermutet.
Der soll aus der Bibel kommen…
Soll nicht, der kommt von daher – ist einer der kleinen Propheten.
Ja – und? Muss man ihn kennen?
Muss nicht, aber interessant ist der Typ allemal.
Und man kann von ihm lernen.
Ach? Was denn?
Der hat damals schon gebloggt, seine Erlebnisse und Erfahrungen einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt…
 
Habakuk 2 (LUT)
1 Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe.
2 Der HERR aber antwortete mir und sprach: Schreib auf, was du geschaut hast, deutlich auf eine Tafel, dass es lesen könne, wer vorüberläuft!
3 Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben.
4 Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
 
Erst fragen – dann türmen
 
Letztens las ich sie wieder, die ersten vier Verse in seinem zweiten “Blogbeitrag”. Und fand sie spannend! Habakuk hatte viele Fragen. Und ging damit an die richtige Adresse. Gott sollte ihm doch antworten, ihm erklären, wie sein politisches Umfeld gerade einzuordnen wäre.
Gott Fragen stellen – natürlich darf man das. Wer sollte denn sonst kompetente Antworten geben? Wie die Welt tickt. Wozu Leid zugelassen wird. Wohin und wofür ich mich entscheiden soll… (more…)

Wenn ein Walter für den anderen betet

Dienstag, den 13. März 2012

Es sind diese “Geschichten”, die das Leben schreibt. Oder Jesus. Ich liebe sie. Wie auch diese – letztens in unserem Firmengebetskreis gehört:

Beten und Fasten

Da besucht Anfang des Jahres ein hiesiger (südwestlicher Zipfel von Deutschland) Walter eine Fasten- und Gebetswoche an der Nordsee. Ein hiesiger heisst: Er besucht hier eine Gemeinde, wohnt aber “drüben” im Elsass. Und nahm an dieser besonderen Woche teil. Und lernte auch ganz verschiedene Leute kennen.

So auch bei einem suppigen Mittagessen. Weil es auch eine Fastenrüste war, gab es mittags nur leichte Kost. “Unser” Walter setzte sich zu einem Mann an den Tisch, der ebenfalls seine Suppe löffelte. Und ziemlich niedergedrückt aussah. Worauf Walter (1) ihn ansprach, was denn mit ihm wäre. Daraufhin stellte sich der Mann auch als “Walter” (2) vor.

Ihm würde es schon lange gar nicht gut gehen. Er hätte schon lange Zeit Depressionen. Und Rückenschmerzen. Wobei vielleicht letztere die seelischen Tiefs hervorrufen würden… (more…)

Wenn Gott renoviert…

Mittwoch, den 7. März 2012

Gott hat oft eigenartige Arbeitsmethoden. Um ans Ziel zu kommen. An sein Ziel. Hier ein paar Beispiele:

Das Haus

Kürzlich sassen wir bei einer Vereinssitzung zusammen, tranken Kaffee. Und tauschten Erlebnisse aus. Ein Ehepaar erzählte: “Wir wohnen auf einem Grundstück mit zwei Häusern. Wir sind im vorderen Bereich, weiter hinten steht ein ziemlich altes Haus. Eigentlich ist es schon lange dran, saniert zu werden, aber dazu fehlt uns das Geld. An einem Abend schaut meine Frau aus unserem Wohnzimmerfenster aufs hintere Grundstück – und sieht Flammen aus dem oberen Stockwerk schlagen. Es brannte in dem alten Haus! Worauf sie meinte:

“Schau mal, Gott renoviert unser Haus!”

Zum Glück hielt sich gerade niemand im brenndenden Haus auf. Die Feuerwehr löschte zwar den Brand, aber das Gebäude musste dann abgerissen werden. Ebenfalls zum Glück war es gut versichert. Einige Zeit später stand ein neuer, schicker Kasten dort.” (more…)

Das Buch vom Himmel

Montag, den 27. Februar 2012

Ich war ziemlich gespannt auf dieses Buch. Einfach, weil mich das Thema “Himmel” auch schon lange interessiert und fasziniert. Und dann erfuhr ich, dass unserer ehemaliger Nachbar – Matthias Herrchen – etwas darüber geschrieben hat. Ich bestellte es sofort. Am Wochenende habe ich es gelesen. In einem Rutsch sozusagen.

Das Buch ist gut geschrieben. Man merkt dem Autor an, dass er gewöhnt ist, mit der Sprache zu brillieren. Gerne fomuliert. Präzise Aussagen trifft. Und durch eigenes Erleben dazu angeregt wurde, den Dingen über den Wolken auf die Spur zu kommen. Und sich lange mit dem Thema Himmel beschäftigt hat.

Die Bibel sagt…

Es ist erstaunlich, an wievielen Stellen der Bibel doch Aussagen getroffen werden, was den Himmel ausmacht. Wie es dort aussieht. Wer dort sein wird und wer nicht. Der Autor bemüht sich, sowohl Stellen aus dem Alten Testament als auch neutestamentliche Aussagen einzuordnen und zu erläutern. Er erklärt die Arten und Hierarchien der Engelwesen. Und versucht auch, das Unbeschreibliche zu beschreiben. Hier eine Kostprobe: (more…)

Passionmails

Dienstag, den 14. Februar 2012

Adventliche Mails mit geistlichem Inhalt sind hinreichend bekannt.

Dass es aber dazu auch adäquate Passionsmails gibt, wissen nur wenige.

Hao Hebbinghaus verschickt auch in diesem Jahr während der Passionszeit einen täglichen geistlichen Impuls in Form eines virtuellen Fastenkalenders.

In seinem Blog kann man sich dazu anmelden.

Die Prostituierte und die Geburtstagstorte

Donnerstag, den 9. Februar 2012

Ich habe diese Geschichte schon einmal gelesen. Jetzt fiel sie mir wieder ins Auge  – und sie gefällt mir immer noch… 
Ich drucke sie einfach mal hier ab. Quelle: Tony Campolo: The Kingdom Of God Is A Party

Tony wuchs in der Innenstadt von Philadelphia auf und ist ein Buchautor, Professor für Soziologie und ein engagierter Kämpfer in sozialen Belangen. Vor ein paar Jahren ereignete sich folgendes: Er fliegt nach Hawaii, um auf einer Konferenz zu sprechen. Nach dem Einchecken im Hotel versucht er, ein bisschen Schlaf zu bekommen.

Morgens um drei Uhr

Gegen drei Uhr morgens weckt ihn jedoch seine biologische Uhr. Die Nacht ist dunkel, die Straßen sind still, die Welt schläft tief und fest, Tony dagegen ist hellwach und sein Magen rumort. Er steht auf und macht sich auf, um in der Stadt einen Ort zu finden, wo er zu früher Stunde ein Frühstück mit Eiern und Schinken bekommen kann. Alles hat geschlossen, außer einer heruntergekommenen Bistrokneipe in einer Seitengasse. Er tritt ein und setzt sich. Der fette Kerl hinter der Theke kommt herüber und fragt: „Was willst’n ham?“ Nun ja, Tony ist gar nicht mehr so hungrig, und wie er so ein paar Donuts unter einer Plastikhaube erspäht, sagt er: „Einen davon und einen schwarzen Kaffee, bitte.“ Es ist mittlerweile halb 4, als er seinen Donut verputzt und seinen Kaffee schlürft, als acht oder neun aufgedrehte Prostituierte lautstark eintreten, die gerade ihre nächtliche Tätigkeit beendet haben. Sie lassen sich auf die Sitze an der Theke fallen und Tony sieht sich unangenehm umzingelt von dieser Gruppe rauchender und fluchender Stricherinnen. Er beeilt sich mit seiner Tasse Kaffee und sinnt auf einen raschen Rückzug. (more…)

An welcher Stelle kommt eigentlich Gott?

Dienstag, den 31. Januar 2012

In den letzten Monaten hatte ich, bedingt durch eine Erkrankung, mit vielen Ärzten und Pflegepersonal zu tun. Ich habe durchweg positive Erfahrungen gemacht – sowohl mit ihrer jeweiligen Fachkompetenz als auch mit ihrer Sozialpräsenz.

Wohin gehe ich?

In den vielen Stunden im Warteraum oder im Krankenbett ist mir mit der Zeit (wieder) etwas klar geworden: Wohin gehe ich im Allgemeinen zuerst, wenn ich ein Problem habe? Eigentlich eine ganz einfache Frage und so, wie ich meist reagiere, gibt es auch eine einfache Lösung dafür. Beispiele?

  • Auf der Nachhausefahrt geschieht mitten in der Nacht eine Kollision mit einem Reh. Nach dem Stopp (und dem ersten Schreck) greift man(n)/frau zum Handy und ruft Polizei und/oder Feuerwehr und/oder Förster an. Die geben gute Ratschläge oder kommen vorbei. Sie kennen das Problem. Haben oft damit zu tun. Und bieten gute Lösungen an.
  • In der Firma wird umstrukturiert. Jedenfalls munkelt man, dass Leute entlassen werden sollen. Ich versuche, mehr Informationen zu bekommen. Höre mich bei Kollegen um. Versuche, aktuelle News von Vorgesetzten zu bekommen. (more…)