Archiv der Kategorie ‘Ewigkeit‘

70 Tage unter der Erde

Dienstag, den 24. April 2012

Ich habe dieses Rettungsaktion damals verfolgt – und mich dann mit den 33 Bergleuten mitgefreut, als sie endlich wieder das Licht der Sonne erblickten.

Am 5. August 2010 gab es in der chilenischen Kupfer- und Goldmine San José einen Bergschlag und schloss die mehr als dreissig Bergleute in cirka 700 Meter Tiefe ein. Viele Tage waren sie von der Aussenwelt abgeschlossen. Keiner an der Erdoberfläche wusste, ob sie noch am Leben waren oder beim Unglück gestorben sind. Rettungsarbeiten liefen an, waren längere Zeit nicht vom Erfolg gekrönt. Bis dann eine Bohrung in ihren Rettungsraum durchkam…

Wunder

Einer der Bergleute, José Henríquez, schreibt später ein Buch darüber. Ich habe es gerade gelesen. Es packt einen. José schildert zuerst seine Kindheit, seine Prägungen. Besonders durch seinen Grossvater. der ihm auch den christlichen Glauben vermittelte und auch vorlebte. Weiter geht um seine Ausbildung und wie er dann beim Bergbau landete. In vielen Jahren bei verschiedenen Tätigkeiten und Minen erlebt der junge Mann, der inzwischen verheiratet ist und zwei Töchter hat, wie ihn einige Unglücke betreffen – er aber immer wieder gerettet wird. Das sind für ihn Wunder, die sein Gott ihn erleben lässt. (mehr …)

Hallo Fidel Castro!

Donnerstag, den 29. März 2012

Ein Gespräch über Gott und die Welt soll es gewesen sein – insofern passt das Thema natürlich auf meinen Blog:-)
 
Dass du dich gestern mit dem Papst getroffen hast, das ist eine kleine Revolution! Aber Revolutionen bist du ja gewöhnt…
 
Entschuldige bitte, wenn ich dich duze. Aber schliesslich begleitest du mich schon ein ganzes Leben. Ich bin mit dir aufgewachsen, dem “Bruder” in der Karibik. Der mit unseren Staatsführern dasselbe Ziel anstrebte, die sozialistische Revolution. Und ich kann mich noch gut an die Slogans meiner Kindheit erinnern, als es während und nach der Kubakrise 1962 hiess: “Hände weg von Kuba!”
 
Atheist trifft Papst
 
Du hast dich fast ein Leben lang als Atheist bezeichnet, obwohl du eine Jesuitenerziehung genossen hast. Die Kirche zu bekämpfen, den Atheismus in der Verfassung zu verankern – das sind schon klare Signale an Glaubende. Umso erstaunlicher war da jetzt deine Bitte, das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI. auf seiner Kubareise zu treffen.
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Gott begegnen? – Manchmal muss man auf einen Turm steigen…

Freitag, den 23. März 2012
Kennen Sie Habakuk?
Klingt so fremd, altertümlich.
Ach, ein Name ist das? Ich hätte mehr eine historische Ausgrabungsstätte im Irak oder Indien vermutet.
Der soll aus der Bibel kommen…
Soll nicht, der kommt von daher – ist einer der kleinen Propheten.
Ja – und? Muss man ihn kennen?
Muss nicht, aber interessant ist der Typ allemal.
Und man kann von ihm lernen.
Ach? Was denn?
Der hat damals schon gebloggt, seine Erlebnisse und Erfahrungen einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt…
 
Habakuk 2 (LUT)
1 Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe.
2 Der HERR aber antwortete mir und sprach: Schreib auf, was du geschaut hast, deutlich auf eine Tafel, dass es lesen könne, wer vorüberläuft!
3 Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben.
4 Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
 
Erst fragen – dann türmen
 
Letztens las ich sie wieder, die ersten vier Verse in seinem zweiten “Blogbeitrag”. Und fand sie spannend! Habakuk hatte viele Fragen. Und ging damit an die richtige Adresse. Gott sollte ihm doch antworten, ihm erklären, wie sein politisches Umfeld gerade einzuordnen wäre.
Gott Fragen stellen – natürlich darf man das. Wer sollte denn sonst kompetente Antworten geben? Wie die Welt tickt. Wozu Leid zugelassen wird. Wohin und wofür ich mich entscheiden soll… (mehr …)

Das Buch vom Himmel

Montag, den 27. Februar 2012

Ich war ziemlich gespannt auf dieses Buch. Einfach, weil mich das Thema “Himmel” auch schon lange interessiert und fasziniert. Und dann erfuhr ich, dass unserer ehemaliger Nachbar – Matthias Herrchen – etwas darüber geschrieben hat. Ich bestellte es sofort. Am Wochenende habe ich es gelesen. In einem Rutsch sozusagen.

Das Buch ist gut geschrieben. Man merkt dem Autor an, dass er gewöhnt ist, mit der Sprache zu brillieren. Gerne fomuliert. Präzise Aussagen trifft. Und durch eigenes Erleben dazu angeregt wurde, den Dingen über den Wolken auf die Spur zu kommen. Und sich lange mit dem Thema Himmel beschäftigt hat.

Die Bibel sagt…

Es ist erstaunlich, an wievielen Stellen der Bibel doch Aussagen getroffen werden, was den Himmel ausmacht. Wie es dort aussieht. Wer dort sein wird und wer nicht. Der Autor bemüht sich, sowohl Stellen aus dem Alten Testament als auch neutestamentliche Aussagen einzuordnen und zu erläutern. Er erklärt die Arten und Hierarchien der Engelwesen. Und versucht auch, das Unbeschreibliche zu beschreiben. Hier eine Kostprobe: (mehr …)

Hallo Herr Assauer!

Donnerstag, den 16. Februar 2012

Es ist schon eigenartig mit den Medien: Erst berichten diese tagelang über Ihren Schritt in die Öffentlichkeit. Sie haben Alzheimer! Und sogar ein Buch darüber geschrieben!

Aber dann dreht sich der Globus weiter, neue Ereignisse bestimmen die Titelblätter der Gazetten. Whitney Houston stibt mit 48 Jahren. Der Winter beherrscht Europa. Die Griechen sind noch mehr Pleite als auch schon…

Das Leben war spannend 

Doch Ihr Leben, Herr Rudi Assauer, verläuft nicht mehr von Höhepunkt zu Höhepunkt. Das war einmal. Sie, der Fussballermanager von Schalke, der Macher, Sie haben jede Menge “action” erlebt. Das Leben war spannend, hat Sie gereizt. Sie haben aus ganzer Kraft gelebt.

Jetzt sind Sie 67 Jahre alt. Aber was heisst hier alt? In der heutigen Zeit bescheinigen uns die Demoskopen, dass Sie eigentlich noch viele Lebensjahre vor sich hätten. Eigentlich. Denn keiner weiss, wie alt Sie noch werden. Und wie die vor Ihnen liegende Zeit aussehen wird. Sie leiden ja jetzt schon darunter, dass Sie Vieles vergessen. Alte Freunde nicht mehr erkennen. Im Kopf wie blockiert sind. (mehr …)

Jesus und der Schäferwagen

Samstag, den 21. Januar 2012

Kürzlich trafen wir ihn wieder. Ehemann, Vater, Musiker und Leiter einer Gebetskommunität. Es ist immer gut, mit ihm zusammen zu sein.

Der Austausch befruchtet, seine ausgestrahlte Ruhe “erzählt” uns, wie eng er mit Gott Kontakt hat.

Auf unsere Nachfrage, wie es ihm ginge und wie er den vielfältigen Belastungen des Alltags standhält, antwortete er:

“Ich habe ein “Geheimnis” – ich nehme mir immer wieder mal, wenn es geht, einen Tag frei, um nur mit Gott zusammen zu sein. Zeit für Gebet, Hören auf Gott, Bibel lesen, meditieren. Und dazu kenne ich einen alten Schäferwagen, den ich dazu benutzen darf. Abseits vom Alltagstrubel finde ich dort die notwendige Ruhe, die Umgebung, mich auf das Jenseitige zu konzentrieren und Austausch mit dem Allmächtigen zu pflegen.” (mehr …)

Verwandlungen?

Mittwoch, den 18. Januar 2012

Ich bekomme seit einiger Zeit auch den “Montagsbrief” von Waldemar Grab, dem Musikevangelisten (ehemaliger Traumschiffpianist).

Darin schreibt er meist einige ermutigende Gedanken, berichtet von den letzten Einsätzen und bittet um Gebetsunterstützung für anliegende Projekte.

Kürzlich schrieb er folgendes:

Liebe Freunde,
die diesjährige Internationale Allianzgebetswoche empfand ich als großartig. Nicht allein die beiden Gebetskonzerte in Duisburg und Dillenburg-Nanzenbach waren spürbar gesegnet, sondern auch die vielen Begegnungen und Gespräche am Rande. “Verwandelt durch Jesus Christus“ lautete das Thema und man spürte deutlich: Die einen konnten von der Verwandlung berichten – und die anderen sehnten sich nach ihr. Deutschland im geistigen Umbruch? Ich bin dabei, Du auch?

Über den Passus mit der Verwandlung musste ich nachdenken. Zumal mich schon seit Jahren eine Bibelstelle zum Thema beschäftigt, die Ähnliches ausdrückt: (mehr …)

Mein Herz in Afrika

Dienstag, den 3. Januar 2012

So heisst der Titel des neusten Buches von Andreas Malessa.
Er stellte es anlässlich des “Kanderner Themenfrühstücks” den Zuhörern vor. Meine Frau wollte es gerne haben, aber ich brachte sie irgendwie davon ab. Um es dann doch – mit Widmung – zu erstehen…Das Buch würde über einen Massai handeln, den Malessa kennen gelernt hatte.

Wer das Buch von Corinne Hofmann – “Die weisse Massai” – kennt, hätte vielleicht eine ähnliche Thematik erwartet. Aber der Autor hat einen völlig anderen Erzählerstil. Witzig, genau beobachtend und beschreibend – und vor allem mit anderen Inhalten!

Ole Ronkei – für einen gescheiten Krieger- bzw. Viehhüterdienst zu klein und unsportlich – wird von seinem Onkel in einer Schule untergebracht, lernt schreiben und lesen. Und beisst sich durchs ungewohnte (“weisse”) Leben. Später nutzt er die Chance zu Aufentlhalten in England und den USA. Nach einigen Jahren findet man den Mann aus der kenianischen Steppe als Professor in den Staaten und Berater der Weltbank wieder. Wie viele Stolpersteine es auf diesem Weg gab, welche Kämpfe und Niederlagen er durchmachte – das muss man selber lesen! (mehr …)

Soll ich licht oder Licht werden?

Mittwoch, den 21. Dezember 2011

Hmm, manchmal stolpert man dann doch über eine Formulierung in einem Satz. Kürzlich ist es mir passiert: Wir sitzen in einer Runde, ein ehemaliger Pfarrer versucht uns Männern, einen Vers aus Jesaja zu erklären. Weil er so gut in diese Vorweihnachtszeit passe, hätte er ihn gewählt, aus Jesaja 60 Vers 1:

“Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! (Luther 1984)

Ja – was denn? Wird Licht (im ersten Teil des Verses) seit kurzem klein geschrieben? Muss ich wirklich “lichter”, heller werden? Und wie macht man das? Oder soll es wirklich “Licht” (gross geschrieben) heissen? Aber dann auch hier wieder die Frage: Wie genau könnte ich das bewerkstelligen? Umsetzen?

Das Beste ist, wir schauen uns mal die anderen Übersetzungen/Übertragungen an, wie sie diesen Vers übersetzen. Da wird es interessant – hier ein paar Beispiele:

“Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen.” (Elberfelder Bibel)

Okay, die Elberfelder übersetzt es sehr ähnlich, dann scheint es ja zu stimmen. Aber es gibt ja noch mehr: (mehr …)

“Willkommen im Krebsland!”

Mittwoch, den 14. Dezember 2011

Kürzlich habe ich in meinem persönlichen Blog über einige Begegnungen hier bei der Anschlussheilbehandlung (Reha) berichtet. Darauf gab es auch eine recht deutliche Reaktion. Beides möchte ich auch hier kurz wiedergeben:

… Und jede Menge “Geschichten gibt es….

- Da ist der 60-er, der schon zum 5.Mal zur Reha kommt, weil in den letzten Jahren der Krebs von der Prostata in den Lungenflügel gewandert ist. Und jedesmal Operation und Bestrahlung. Nach der Ersterkrankung war er eineinhalb Jahre krankgeschrieben, das muss man erst mal, auch mental, verkraften.

- Da sind Frauen, deren Ehen scheiterten – und die hinterher krank wurden. Allein mit dem Übel. Und dabei sind sie oft so tapfer!

- Da ist die Enkelin eines berühmten Politikers, die heute mit 50 Jahren noch darunter leidet, dass ihre Eltern nie Zeit für sie hatten. Und dass in ihrem Leben oft ihr Name mehr zählte als sie selbst.

- Da ist der rustikale ältere Herr, der die Dinge klar beim Namen nennt. Aber auch schon 20 Jahre mit Krankheit zu tun hat, u.a. auch Teile der Zunge wegoperiert bekam, dazu hört er schwer … (mehr …)