Archiv der Kategorie ‘Ehrlichkeit‘

Gold oder nicht Gold – das ist hier die Frage!

Mittwoch, den 28. März 2012

Aufregung bei allen Goldinteressenten: Es wären mal wieder gefälschte Goldbarren im Umlauf. Auch in der Schweiz. Weltweit sollen es tausende sein. In Hongkong gäbe es welche. In England hätte man welche auseinandergeschnitten – und siehe da: Im Innern wären nach Bohrungen Wolframstäbe eingesetzt worden. Diese seien durch das fast gleiche spezifische Gewicht und da sie auch nicht magnetisch sind letztendlich nicht von Gold zu unterscheiden.

Eine findige Idee der Betrüger. Denn vordergründig ist der Goldaustausch mit Wolfram schwer erkenn- und nachweisbar. Dazu gehört schon genaues Hinschauen, Messen und Prüfen. Somit kann kaum ein Käufer sicher sein, ob denn auch Gold drin ist, wenn Gold draufsteht.

Das Fälschen von Goldschmuckstücken ist keine neue Erfindung. Gängig bisher waren auch Ringe oder Ketten, die aus Blei gegossen wurden. Danach kam ein Goldüberzug als Schicht darüber, die so dick sein musste, dass sie den Abriebtest besteht. Dabei wird auf einer Schieferplatte das Gold angerieben. Der Abrieb wird mit einer speziellen Säure bestrichen. Die unedlen Legierungsmetalle werden von der Säure zersetzt, und übrig bleiben die Goldanteile – vorausgesetzt, es handelt sich wirklich um Gold. (mehr …)

Am liebsten würde ich eine Kirche gründen

Mittwoch, den 29. Februar 2012

Irgendwie ging es auf einer Website um ein Gemeindethema. Das kann man herrlich kontrovers diskutieren. Und sicher hat jeder – von seiner Warte aus – ganz originelle Ideen für was Neues. Oder auch Argumente, warum die bestehende Kirche / Gemeinde, die er kennt, so fehlerbehaftet ist.

Aber: Man kann ja auch selbst aktiv werden, wie folgender Kommentator meint:

“Hmmmm, ehrlich gesagt würde ich am liebsten eine Kirche gründen die sich nur nach der Bibel orientiert, und in der man auch nur aus der Bibel vorliest.
Irgendwie gibt es mir heutzutage zu viel Mischmasch (Sonderlehren) in den Gemeinden, das verwirrt ein wenig, finde ich.”

Vielleicht hat ER (naja, es könnte ja auch eine SIE sein) ja Recht mit seinem Wunsch nach einer reinen Bibel-Kirche. Dann wäre alles einfacher, deutlicher, klarer.

Wäre es das?

Selbst wenn in einer Kirche “nur” Bibel gelesen würde, stellte sich aber auch da die Frage: Welche Übersetzung / Übertragung würde man benutzen? Und welche Bibelabschnitte kämen zum Rezitieren: Mehr die Gerichtspassagen, die Gottes Heiligkeit hervorheben oder mehr die ermutigenden und tröstenden Abschnitte? Lesen wir nur die Psalmen? Oder aus dem Alten Testament? Andere würden das Neue Testament vorschlagen – schliesslich leben wir nicht mehr unter Gesetz. Und schon kann die “Kirche”, die es ja nicht als Person gibt, sondern die aus Menschen besteht, wieder herrlich kontrovers diskutieren… (mehr …)

Hallo Herr Assauer!

Donnerstag, den 16. Februar 2012

Es ist schon eigenartig mit den Medien: Erst berichten diese tagelang über Ihren Schritt in die Öffentlichkeit. Sie haben Alzheimer! Und sogar ein Buch darüber geschrieben!

Aber dann dreht sich der Globus weiter, neue Ereignisse bestimmen die Titelblätter der Gazetten. Whitney Houston stibt mit 48 Jahren. Der Winter beherrscht Europa. Die Griechen sind noch mehr Pleite als auch schon…

Das Leben war spannend 

Doch Ihr Leben, Herr Rudi Assauer, verläuft nicht mehr von Höhepunkt zu Höhepunkt. Das war einmal. Sie, der Fussballermanager von Schalke, der Macher, Sie haben jede Menge “action” erlebt. Das Leben war spannend, hat Sie gereizt. Sie haben aus ganzer Kraft gelebt.

Jetzt sind Sie 67 Jahre alt. Aber was heisst hier alt? In der heutigen Zeit bescheinigen uns die Demoskopen, dass Sie eigentlich noch viele Lebensjahre vor sich hätten. Eigentlich. Denn keiner weiss, wie alt Sie noch werden. Und wie die vor Ihnen liegende Zeit aussehen wird. Sie leiden ja jetzt schon darunter, dass Sie Vieles vergessen. Alte Freunde nicht mehr erkennen. Im Kopf wie blockiert sind. (mehr …)

Hallo Heidi, hallo Seal!

Mittwoch, den 25. Januar 2012

Zwischen der Ankündigung der neuen Vorabendsendung von Thomas Gottschalk “im Ersten”, den neuen Details des Untergangs des Kreuzfahrtschiffes Concordia und den weiterhin mühevollen Erklärungsversuchen des derzeitigen Bundespräsidenten zu seinen Finanzgebahren platzte die Nachricht – erst als Vermutung, jetzt bestätigt – von dem Scheitern eurer Ehe.

Eine Zeitungsente? Eine Promotiongag für eure jeweilige Karriere? Nein – es ist euch ernst mit der Trennung. Und dabei seid wart ihr mit makellosem Körper, dicken Konten, süssen Kindern, tollen Häusern und noch tolleren Freuden das Beispiel für ein perfektes Leben.

Warum?

Ich verstehe es nicht, wie aus eurer Vorzeigeehe der Dampf rausging. Du, Seal, hast immer von Heidi als deiner Königin, deiner Kaiserin geschwärmt. Du, Heidi, meintest offen, dass Seal dir das Gefühl gebe, die einzige Frau der Welt zu sein. Und machtest ihm immer wieder Liebeserklärungen, dass er das sei, was du schon immer bekommen wolltest. (mehr …)

Mein Herz in Afrika

Dienstag, den 3. Januar 2012

So heisst der Titel des neusten Buches von Andreas Malessa.
Er stellte es anlässlich des “Kanderner Themenfrühstücks” den Zuhörern vor. Meine Frau wollte es gerne haben, aber ich brachte sie irgendwie davon ab. Um es dann doch – mit Widmung – zu erstehen…Das Buch würde über einen Massai handeln, den Malessa kennen gelernt hatte.

Wer das Buch von Corinne Hofmann – “Die weisse Massai” – kennt, hätte vielleicht eine ähnliche Thematik erwartet. Aber der Autor hat einen völlig anderen Erzählerstil. Witzig, genau beobachtend und beschreibend – und vor allem mit anderen Inhalten!

Ole Ronkei – für einen gescheiten Krieger- bzw. Viehhüterdienst zu klein und unsportlich – wird von seinem Onkel in einer Schule untergebracht, lernt schreiben und lesen. Und beisst sich durchs ungewohnte (“weisse”) Leben. Später nutzt er die Chance zu Aufentlhalten in England und den USA. Nach einigen Jahren findet man den Mann aus der kenianischen Steppe als Professor in den Staaten und Berater der Weltbank wieder. Wie viele Stolpersteine es auf diesem Weg gab, welche Kämpfe und Niederlagen er durchmachte – das muss man selber lesen! (mehr …)

“Willkommen im Krebsland!”

Mittwoch, den 14. Dezember 2011

Kürzlich habe ich in meinem persönlichen Blog über einige Begegnungen hier bei der Anschlussheilbehandlung (Reha) berichtet. Darauf gab es auch eine recht deutliche Reaktion. Beides möchte ich auch hier kurz wiedergeben:

… Und jede Menge “Geschichten gibt es….

– Da ist der 60-er, der schon zum 5.Mal zur Reha kommt, weil in den letzten Jahren der Krebs von der Prostata in den Lungenflügel gewandert ist. Und jedesmal Operation und Bestrahlung. Nach der Ersterkrankung war er eineinhalb Jahre krankgeschrieben, das muss man erst mal, auch mental, verkraften.

– Da sind Frauen, deren Ehen scheiterten – und die hinterher krank wurden. Allein mit dem Übel. Und dabei sind sie oft so tapfer!

– Da ist die Enkelin eines berühmten Politikers, die heute mit 50 Jahren noch darunter leidet, dass ihre Eltern nie Zeit für sie hatten. Und dass in ihrem Leben oft ihr Name mehr zählte als sie selbst.

– Da ist der rustikale ältere Herr, der die Dinge klar beim Namen nennt. Aber auch schon 20 Jahre mit Krankheit zu tun hat, u.a. auch Teile der Zunge wegoperiert bekam, dazu hört er schwer … (mehr …)

(3) Jesus in Winterthur

Montag, den 5. Dezember 2011

Die letzte “Station” vor der Operation habe ich ja in “(2) Jesus und Entscheidungen” geschildert.

Die Tage bis zum OP-Termin vergingen noch ziemlich schnell. In der Firma alles ordnen, da ich längere Zeit nicht in den Projekten dabeisein würde. Im Garten noch umgraben, winterfest machen und Maulwurfhügel plätten. Ausstehende Post erledigen usw.

Dann war der Donnerstag da. Autofahrt nach Winterthur ins Kantonsspital, einchecken in die Urologie. Nettes Personal, Aufnahmegespräch. 4-er-Zimmer. Bin der einzige “Dütsche” dort. Und werde immer wieder gefragt: “Verstohnd Sie schwyzzerdütsch?” Was ich gerne bejahe, wohnen wir doch schon fast zwei Jahrzehnte nahe an der Schwyzzer Grenze… Auspacken, Bett (am Fenster!) belegen, Schrank füllen. Dann kommt ein Eingangsgespräch. Später auch schon die Anästhesistin zum Abklären, wieviel Zigaretten der Patient am Tag raucht oder ob man Alkohol zum Überleben braucht… Das Schöne bei solchen Fragen ist – ich kann sie alle schnell beantworten, habe so gut wie keine Probleme. Bis auf meine Herzrhytmusstörungen, die ich aber mit Medikamenten schon jahrelang gut im Griff habe. Abends dann das letzte Essen, danach ist Essenspause:-)

Da-Vinci – die OP

Die Nacht – obwohl noch ungewohnte Umgebung – verläuft einigermassen ruhig. Es gab ja auch ne Schlaftablette. Morgens geht es dann früh los. Einlauf (hmm, noch nie bekommen, aber er ist überstehbar), dann mit Bett Richtung OP. Wir haben unterwegs noch Spass. Keine Anspannung, keine Angst – ich bin froh darüber, dass Gott da ist. Im Vorraum zum Operationssaal werde ich noch geparkt. Die Anästhesistin erscheint, OP-Pfleger ziehen sich um. Gleich 8.00 Uhr… (mehr …)

Gestern bei “the voice of germany” – kritikfähig?

Freitag, den 2. Dezember 2011

Seit kurzem läuft die neue Gesangsshow “the voice of germany” im Fernsehen. Eine Show der etwas anderen Art, als bisher gewöhnt. In der es nicht darum geht, sogenannte Talente einem breitem TV-Publikum vorzuführen, gnadenlos zu kritisieren oder die Fehler mehrmals zu wiederholen, damit auch ja der Letzte begreift, wie sehr sich der Kandidat zum Hirsch gemacht hat…

Und noch etwas ist neu in dieser Show: Die Jury sieht die Sänger nicht, sitzt mit dem Rücken zum Interpreten und kann sich total nur auf die Stimme konzentrieren und danach entscheiden, ob man ihn in seinem Team für die weiteren Folgen dabei haben will.

Gestern hat mich der Brasilianer Vini Gomes beeindruckt. Ein freundlicher Typ, der richtig sympatisch herüberkam. Auch seine Interpretation von “Chasing Cars” war gut gemacht, weiche Töne und doch kraftvolle Stimme. Ein cooler Sänger. Das fand wohl auch Xavier Naidoo – einer der Juroren, ehe dann auch noch Nena den Knopf drückte. Beide wollte Vini in ihrem Team haben. (mehr …)

“Stehe auf, Herr!”

Mittwoch, den 26. Oktober 2011

Wenn jemand meint, die Bibel wäre ein altes Buch mit alten Geschichten und würde weder aktuell sein, noch in unsere Zeit passen, ja wäre sogar langweilig – mit dem würde ich gerne ein wenig Zeit verbringen und gemeinsam Bibel lesen.

Dass die Psalmen ein besonderes Buch sind, wird wohl jedem Leser klar sein. Es geht dort oft um eigene Gefühle, Anbetung, verzweifelte Fragen und vieles mehr. Während manche Bücher mehr dazu da sind, Informationen weiterzugeben, haben die Psalmisten oft ihren Gedanken und Empfindungen durch Lieder und Gedichte Ausdruck verliehen.

Letztens fiel mir wieder auf, wie vertraut auch diese Poeten mit dem Allmächtigen waren. Immer wieder trauen sie sich, eine bestimmte Anforderung an Gott zu stellen. Hier ein paar Beispiele:

Ps 7,7 Steh auf, o Herr, in deinem Zorn; erhebe dich gegen den Übermut meiner Feinde!
Ps 9,20 Steh auf, o Herr, damit der Mensch nicht die Oberhand gewinnt, daß die Heidenvölker gerichtet werden vor deinem Angesicht!
Ps 10,12 Steh auf, o Herr! Erhebe, o Gott, deine Hand! Vergiß die Elenden nicht!
Ps 74,22
 Steh auf, o Gott, führe deine Sache hinaus! Gedenke an die Schmach, die dir täglich von dem Schändlichen widerfährt!
Ps 21,14
 Erhebe dich, Herr, in deiner Kraft, so wollen wir deine Stärke besingen und preisen!
Ps 35,2
 Ergreife Kleinschild und Langschild und erhebe dich, um mir zu helfen!
Ps 35,23
 Erhebe dich und erwache, um mir Recht zu schaffen, für meine Sache, mein Gott und mein Herr!
Ps 44,24
 Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! (mehr …)

Von Hiob lernen: Tröster sollten Klappe halten

Donnerstag, den 1. September 2011

In der heutigen Morgenandacht ging es um Krankheiten von Prominenten – und wie der Normalbürger das oft bewertet. Aber auch, wie Besucher mit Erkrankten umgehen. Oder sich schwertun. Unter anderem sagte die Sprecherin:

Eine Bekannte, die Krebs hat, hat mir neulich erzählt, dass sie fast keine Besuche mehr ertragen könnte. Denn entweder wären ihre Bekannten wegen ihres Schicksals so am Boden zerstört, dass sie die Besucher trösten müsse.
Oder sie redeten auf sie ein, dass alles bestimmt nicht so schlimm kommen würde wie die Ärzte sagen. Einfach nur da sein, die Krankheit mit aushalten – das könnten die Wenigsten.

Tolles Beispiel bei Hiob

Im Buch Hiob wird ein interessantes Thema behandelt: Wie reagiert ein tiefgläubiger Mensch, wenn das Leiden an ihn ganz persönlich herankommt. Wird ihm sein Glaube helfen? Wird er an Gottes Güte zweifeln oder ihm Härte vorwerfen? Noch andere Themen werden angesprochen. Bemerkenswert allerdings ist die Reaktion seiner Freunde, als sie von den unsäglichen Leiden des Hiob hören. Hier der biblische Bericht: (mehr …)