Archiv der Kategorie ‘Beziehungen‘

Sag zum Abschied leise “Servus”

Freitag, den 27. April 2012

Mancher weiss es schon länger, mancher hat es noch nicht mitbekommen: ERF.de bekommt ein neues Gesicht. Den Relaunch gibts ab dem 02. Mai.  Die Macher der Seite in Wetzlar haben in den letzten Monaten viel Kraft, Ideen und Schweiss investiert. Ich bin gespannt, was dabei herausgekommen ist. Einen Vorgeschmack kann man bereit hier sehen.

Da ERF-online auch überarbeitet wurde, wird es manches Neue geben, aber manches Gewohnte auch nicht mehr. So wurde das Angebot der Blogs, in denen verschiedene Blogger ihre Sicht der Welt erklärten, aus dem Angebot herausgenommen.

Das Blog “Mein Gott und die Welt” wird dann beim ERF auch nicht mehr erscheinen. Nur gut, dass der verantwortliche Redakteur vorher informiert hat. So konnte ich einen separaten Blog mit demselben Titel starten. Das Schöne: Alle bisherigen Blogartikel konnten im neuen Blog wieder eingelesen werden und stehen weiterhin zur Verfügung. (mehr …)

70 Tage unter der Erde

Dienstag, den 24. April 2012

Ich habe dieses Rettungsaktion damals verfolgt – und mich dann mit den 33 Bergleuten mitgefreut, als sie endlich wieder das Licht der Sonne erblickten.

Am 5. August 2010 gab es in der chilenischen Kupfer- und Goldmine San José einen Bergschlag und schloss die mehr als dreissig Bergleute in cirka 700 Meter Tiefe ein. Viele Tage waren sie von der Aussenwelt abgeschlossen. Keiner an der Erdoberfläche wusste, ob sie noch am Leben waren oder beim Unglück gestorben sind. Rettungsarbeiten liefen an, waren längere Zeit nicht vom Erfolg gekrönt. Bis dann eine Bohrung in ihren Rettungsraum durchkam…

Wunder

Einer der Bergleute, José Henríquez, schreibt später ein Buch darüber. Ich habe es gerade gelesen. Es packt einen. José schildert zuerst seine Kindheit, seine Prägungen. Besonders durch seinen Grossvater. der ihm auch den christlichen Glauben vermittelte und auch vorlebte. Weiter geht um seine Ausbildung und wie er dann beim Bergbau landete. In vielen Jahren bei verschiedenen Tätigkeiten und Minen erlebt der junge Mann, der inzwischen verheiratet ist und zwei Töchter hat, wie ihn einige Unglücke betreffen – er aber immer wieder gerettet wird. Das sind für ihn Wunder, die sein Gott ihn erleben lässt. (mehr …)

Vom Polizisten zum Freund

Mittwoch, den 18. April 2012

In einem Seminar sollten wir einmal folgende Übung machen und diese Aussage ergänzen:

Gott ist für mich wie…

Puh, das war auf die Schnelle gar nicht so einfach. Im allgemeinen denke ich ja nicht ständig darüber nach, wie ich Gott beschreiben würde. Okay, wenn es um reine biblische Aussagen gegangen wäre, dann hätte ich eine ganze Liste gefunden. Aber es sollte ja eine subjektive Einschätzung sein. Schwierig, schwierig…

Streng

Als fünfter Spross einer kinderreichen Familie musste ich sehr früh akzeptieren, dass unser Leben nach klaren Normen und Grenzen funktionierte. Wurden diese überschritten, gab es Strafe. Das tat oft spürbar weh. So nützlich diese Einstellung für das praktische Miteinander einer Grossfamilie auch war – aber sie prägte auch nachvollziehbar mein Bild von Gott. Heute weiss ich um die vielfältigen Zusammenhänge, denn „Elternsicht ist Gottessicht“. Aber damals war mir das noch nicht bewusst. Gott und auch Jesus Christus hatten für mich schon den klaren strengen Charakter. Sie stellen die Regeln auf und ich als Mensch muss sie befolgen. Bricht man diese Regeln, folgt Strafe auf dem Fuss. (mehr …)

Was denn nun – Maria oder Martha?

Dienstag, den 3. April 2012

Wir sind zu Besuch bei guten Bekannten. Der Hausherr spricht beim Kaffeetrinken auf der Terasse seine Frau an. Ich hake nach, denn ich meine, ich hätte ihn “Martha” sagen hören. Dabei heisst seine Frau Marita…

Und plötzlich sind wir im Gespräch über die beiden Schwestern in der Bibel, den überraschenden Besuch von Jesus mit seiner Reisegesellschaft in ihrem Haus und wie herausfordernd es für die Gastgeber damals gewesen sein dürfte, alle die hungrigen Mäuler zu stopfen. Kein Wunder, dass sich Martha in ihrer Überforderung irgendwann empört an Jesus gewand hat, er möge ihre Schwester zum Helfen auffordern. Denn diese sass in der Nähe von Jesus und hörte ihm zu…

Marta aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe!
Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; 
eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird. (Luk. 10, 40-42) (mehr …)

Hallo Fidel Castro!

Donnerstag, den 29. März 2012

Ein Gespräch über Gott und die Welt soll es gewesen sein – insofern passt das Thema natürlich auf meinen Blog:-)
 
Dass du dich gestern mit dem Papst getroffen hast, das ist eine kleine Revolution! Aber Revolutionen bist du ja gewöhnt…
 
Entschuldige bitte, wenn ich dich duze. Aber schliesslich begleitest du mich schon ein ganzes Leben. Ich bin mit dir aufgewachsen, dem “Bruder” in der Karibik. Der mit unseren Staatsführern dasselbe Ziel anstrebte, die sozialistische Revolution. Und ich kann mich noch gut an die Slogans meiner Kindheit erinnern, als es während und nach der Kubakrise 1962 hiess: “Hände weg von Kuba!”
 
Atheist trifft Papst
 
Du hast dich fast ein Leben lang als Atheist bezeichnet, obwohl du eine Jesuitenerziehung genossen hast. Die Kirche zu bekämpfen, den Atheismus in der Verfassung zu verankern – das sind schon klare Signale an Glaubende. Umso erstaunlicher war da jetzt deine Bitte, das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI. auf seiner Kubareise zu treffen.
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Gott begegnen? – Manchmal muss man auf einen Turm steigen…

Freitag, den 23. März 2012
Kennen Sie Habakuk?
Klingt so fremd, altertümlich.
Ach, ein Name ist das? Ich hätte mehr eine historische Ausgrabungsstätte im Irak oder Indien vermutet.
Der soll aus der Bibel kommen…
Soll nicht, der kommt von daher – ist einer der kleinen Propheten.
Ja – und? Muss man ihn kennen?
Muss nicht, aber interessant ist der Typ allemal.
Und man kann von ihm lernen.
Ach? Was denn?
Der hat damals schon gebloggt, seine Erlebnisse und Erfahrungen einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt…
 
Habakuk 2 (LUT)
1 Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe.
2 Der HERR aber antwortete mir und sprach: Schreib auf, was du geschaut hast, deutlich auf eine Tafel, dass es lesen könne, wer vorüberläuft!
3 Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben.
4 Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
 
Erst fragen – dann türmen
 
Letztens las ich sie wieder, die ersten vier Verse in seinem zweiten “Blogbeitrag”. Und fand sie spannend! Habakuk hatte viele Fragen. Und ging damit an die richtige Adresse. Gott sollte ihm doch antworten, ihm erklären, wie sein politisches Umfeld gerade einzuordnen wäre.
Gott Fragen stellen – natürlich darf man das. Wer sollte denn sonst kompetente Antworten geben? Wie die Welt tickt. Wozu Leid zugelassen wird. Wohin und wofür ich mich entscheiden soll… (mehr …)

Wenn ein Walter für den anderen betet

Dienstag, den 13. März 2012

Es sind diese “Geschichten”, die das Leben schreibt. Oder Jesus. Ich liebe sie. Wie auch diese – letztens in unserem Firmengebetskreis gehört:

Beten und Fasten

Da besucht Anfang des Jahres ein hiesiger (südwestlicher Zipfel von Deutschland) Walter eine Fasten- und Gebetswoche an der Nordsee. Ein hiesiger heisst: Er besucht hier eine Gemeinde, wohnt aber “drüben” im Elsass. Und nahm an dieser besonderen Woche teil. Und lernte auch ganz verschiedene Leute kennen.

So auch bei einem suppigen Mittagessen. Weil es auch eine Fastenrüste war, gab es mittags nur leichte Kost. “Unser” Walter setzte sich zu einem Mann an den Tisch, der ebenfalls seine Suppe löffelte. Und ziemlich niedergedrückt aussah. Worauf Walter (1) ihn ansprach, was denn mit ihm wäre. Daraufhin stellte sich der Mann auch als “Walter” (2) vor.

Ihm würde es schon lange gar nicht gut gehen. Er hätte schon lange Zeit Depressionen. Und Rückenschmerzen. Wobei vielleicht letztere die seelischen Tiefs hervorrufen würden… (mehr …)

Am liebsten würde ich eine Kirche gründen

Mittwoch, den 29. Februar 2012

Irgendwie ging es auf einer Website um ein Gemeindethema. Das kann man herrlich kontrovers diskutieren. Und sicher hat jeder – von seiner Warte aus – ganz originelle Ideen für was Neues. Oder auch Argumente, warum die bestehende Kirche / Gemeinde, die er kennt, so fehlerbehaftet ist.

Aber: Man kann ja auch selbst aktiv werden, wie folgender Kommentator meint:

“Hmmmm, ehrlich gesagt würde ich am liebsten eine Kirche gründen die sich nur nach der Bibel orientiert, und in der man auch nur aus der Bibel vorliest.
Irgendwie gibt es mir heutzutage zu viel Mischmasch (Sonderlehren) in den Gemeinden, das verwirrt ein wenig, finde ich.”

Vielleicht hat ER (naja, es könnte ja auch eine SIE sein) ja Recht mit seinem Wunsch nach einer reinen Bibel-Kirche. Dann wäre alles einfacher, deutlicher, klarer.

Wäre es das?

Selbst wenn in einer Kirche “nur” Bibel gelesen würde, stellte sich aber auch da die Frage: Welche Übersetzung / Übertragung würde man benutzen? Und welche Bibelabschnitte kämen zum Rezitieren: Mehr die Gerichtspassagen, die Gottes Heiligkeit hervorheben oder mehr die ermutigenden und tröstenden Abschnitte? Lesen wir nur die Psalmen? Oder aus dem Alten Testament? Andere würden das Neue Testament vorschlagen – schliesslich leben wir nicht mehr unter Gesetz. Und schon kann die “Kirche”, die es ja nicht als Person gibt, sondern die aus Menschen besteht, wieder herrlich kontrovers diskutieren… (mehr …)

Das Buch vom Himmel

Montag, den 27. Februar 2012

Ich war ziemlich gespannt auf dieses Buch. Einfach, weil mich das Thema “Himmel” auch schon lange interessiert und fasziniert. Und dann erfuhr ich, dass unserer ehemaliger Nachbar – Matthias Herrchen – etwas darüber geschrieben hat. Ich bestellte es sofort. Am Wochenende habe ich es gelesen. In einem Rutsch sozusagen.

Das Buch ist gut geschrieben. Man merkt dem Autor an, dass er gewöhnt ist, mit der Sprache zu brillieren. Gerne fomuliert. Präzise Aussagen trifft. Und durch eigenes Erleben dazu angeregt wurde, den Dingen über den Wolken auf die Spur zu kommen. Und sich lange mit dem Thema Himmel beschäftigt hat.

Die Bibel sagt…

Es ist erstaunlich, an wievielen Stellen der Bibel doch Aussagen getroffen werden, was den Himmel ausmacht. Wie es dort aussieht. Wer dort sein wird und wer nicht. Der Autor bemüht sich, sowohl Stellen aus dem Alten Testament als auch neutestamentliche Aussagen einzuordnen und zu erläutern. Er erklärt die Arten und Hierarchien der Engelwesen. Und versucht auch, das Unbeschreibliche zu beschreiben. Hier eine Kostprobe: (mehr …)

Gottes Valentinstag

Dienstag, den 14. Februar 2012

Früher kannte ich ihn nicht – den Valentinstag.

Später war ich zu alt, um ihn zu begehen, zu feiern. Dachte ich. Und: Dass er nur was für junge Leute wäre, für frisch Verliebte. Ich kann mich noch entsinnen, wie sich unsere halbwüchsigen Kinder freuten, wenn sie Valentinstagsgrüsse über eine Community bekamen. Jemand hatte freundschaftlich an sie gedacht…

Später nutzten wir diesen Tag dann auch, um uns gegenseitig wieder neu durch eine Kleinigkeit unsere Liebe zu zeigen. Beweisen mussten wir diese nicht, das geschieht (oder auch manchmal nicht:-)) an sämtlichen 365 Tagen eines Jahres im Alltag. (mehr …)