Archiv der Kategorie ‘Bewahrung‘

70 Tage unter der Erde

Dienstag, den 24. April 2012

Ich habe dieses Rettungsaktion damals verfolgt – und mich dann mit den 33 Bergleuten mitgefreut, als sie endlich wieder das Licht der Sonne erblickten.

Am 5. August 2010 gab es in der chilenischen Kupfer- und Goldmine San José einen Bergschlag und schloss die mehr als dreissig Bergleute in cirka 700 Meter Tiefe ein. Viele Tage waren sie von der Aussenwelt abgeschlossen. Keiner an der Erdoberfläche wusste, ob sie noch am Leben waren oder beim Unglück gestorben sind. Rettungsarbeiten liefen an, waren längere Zeit nicht vom Erfolg gekrönt. Bis dann eine Bohrung in ihren Rettungsraum durchkam…

Wunder

Einer der Bergleute, José Henríquez, schreibt später ein Buch darüber. Ich habe es gerade gelesen. Es packt einen. José schildert zuerst seine Kindheit, seine Prägungen. Besonders durch seinen Grossvater. der ihm auch den christlichen Glauben vermittelte und auch vorlebte. Weiter geht um seine Ausbildung und wie er dann beim Bergbau landete. In vielen Jahren bei verschiedenen Tätigkeiten und Minen erlebt der junge Mann, der inzwischen verheiratet ist und zwei Töchter hat, wie ihn einige Unglücke betreffen – er aber immer wieder gerettet wird. Das sind für ihn Wunder, die sein Gott ihn erleben lässt. (mehr …)

Es waren nur Millimeter!

Donnerstag, den 19. April 2012

Irgendwie schrieb sie von zweiter Geburt, Bewahrung, Unfall. Ich habe mal nachgefragt. Und hier kommt die Geschichte, wie sie vor kurzem passiert ist:

Part 1 – Losgelöst

Das Teil, ca. 70 mal 20 Zentimeter, dient zur Sicherung von Autotrasporten. Und wird normalerweise gut arretiert. Aber irgendwie hatte es sich gelockert und war von der Transporterfläche geflogen. Und lag da auf der Autobahn, linke Spur. Nähe Mittellinie. Ein PKW-Fahrer sah es dort liegen – und konnte noch ausweichen. Nach ihm näherte sich ein Kleintransporter zur Personenbeförderung. Der Fahrer hatte es wohl nicht mehr gesehen und fuhr drüber. Und schleuderte es in die Luft…

Part 2 – Der neue Ford

Stefanie* fuhr mit ihrem ziemlich neuen Ford (der hat erst 1700 Kilometer hinter sich) wieder nach Hause. Ein Termin ihrer Mutter im Krankenhaus hatte die Fahrt nötig gemacht. Sie fuhr hinter diesem Kleintansporter her. Mit 100 km/h. Nicht mehr lange und sie würden wieder zu Hause sein… (mehr …)

Wunder? – Na klar!

Dienstag, den 10. April 2012

Bibellesen kann so spannend sein! Gerade habe ich Psam 78 gelesen. Was für eine Zusammenstellung von historischen Ereignissen und dramatischen Zuständen im Volk Israel! Asaph – der dieses Lied gedichtet hat – hat ein grosses Anliegen: Seiner Generation und auch der künftigen unbedingt von den grossen Taten Gottes zu berichten, die in der Vergangenheit geschehen sind.

Wunderliste

Und er zählt emsig auf, wie oft das Volk vor oder in unüberwindbaren Schwierigkeiten steckte. Und Gott sie da auch immer wieder auf überraschende und kreative Art herausholte…:

  • 12 Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Gefilde von Zoan.
  • 13 Er zerteilte das Meer und ließ sie hindurchziehen und stellte das Wasser fest wie eine Mauer.
  • 14 Er leitete sie am Tage mit einer Wolke und die ganze Nacht mit einem hellen Feuer.
  • 15 Er spaltete die Felsen in der Wüste und tränkte sie mit Wasser in Fülle;
  • 16 er ließ Bäche aus den Felsen kommen, dass sie hinabflossen wie Wasserströme.
  • 23 Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels
  • 24 und ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot.
  • 25 Brot der Engel aßen sie alle, er sandte ihnen Speise in Fülle.
  • 26 Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind
  • 27 und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer; (mehr …)

Wenn Gott renoviert…

Mittwoch, den 7. März 2012

Gott hat oft eigenartige Arbeitsmethoden. Um ans Ziel zu kommen. An sein Ziel. Hier ein paar Beispiele:

Das Haus

Kürzlich sassen wir bei einer Vereinssitzung zusammen, tranken Kaffee. Und tauschten Erlebnisse aus. Ein Ehepaar erzählte: “Wir wohnen auf einem Grundstück mit zwei Häusern. Wir sind im vorderen Bereich, weiter hinten steht ein ziemlich altes Haus. Eigentlich ist es schon lange dran, saniert zu werden, aber dazu fehlt uns das Geld. An einem Abend schaut meine Frau aus unserem Wohnzimmerfenster aufs hintere Grundstück – und sieht Flammen aus dem oberen Stockwerk schlagen. Es brannte in dem alten Haus! Worauf sie meinte:

“Schau mal, Gott renoviert unser Haus!”

Zum Glück hielt sich gerade niemand im brenndenden Haus auf. Die Feuerwehr löschte zwar den Brand, aber das Gebäude musste dann abgerissen werden. Ebenfalls zum Glück war es gut versichert. Einige Zeit später stand ein neuer, schicker Kasten dort.” (mehr …)

Hallo Herr Assauer!

Donnerstag, den 16. Februar 2012

Es ist schon eigenartig mit den Medien: Erst berichten diese tagelang über Ihren Schritt in die Öffentlichkeit. Sie haben Alzheimer! Und sogar ein Buch darüber geschrieben!

Aber dann dreht sich der Globus weiter, neue Ereignisse bestimmen die Titelblätter der Gazetten. Whitney Houston stibt mit 48 Jahren. Der Winter beherrscht Europa. Die Griechen sind noch mehr Pleite als auch schon…

Das Leben war spannend 

Doch Ihr Leben, Herr Rudi Assauer, verläuft nicht mehr von Höhepunkt zu Höhepunkt. Das war einmal. Sie, der Fussballermanager von Schalke, der Macher, Sie haben jede Menge “action” erlebt. Das Leben war spannend, hat Sie gereizt. Sie haben aus ganzer Kraft gelebt.

Jetzt sind Sie 67 Jahre alt. Aber was heisst hier alt? In der heutigen Zeit bescheinigen uns die Demoskopen, dass Sie eigentlich noch viele Lebensjahre vor sich hätten. Eigentlich. Denn keiner weiss, wie alt Sie noch werden. Und wie die vor Ihnen liegende Zeit aussehen wird. Sie leiden ja jetzt schon darunter, dass Sie Vieles vergessen. Alte Freunde nicht mehr erkennen. Im Kopf wie blockiert sind. (mehr …)

Verwandlungen?

Mittwoch, den 18. Januar 2012

Ich bekomme seit einiger Zeit auch den “Montagsbrief” von Waldemar Grab, dem Musikevangelisten (ehemaliger Traumschiffpianist).

Darin schreibt er meist einige ermutigende Gedanken, berichtet von den letzten Einsätzen und bittet um Gebetsunterstützung für anliegende Projekte.

Kürzlich schrieb er folgendes:

Liebe Freunde,
die diesjährige Internationale Allianzgebetswoche empfand ich als großartig. Nicht allein die beiden Gebetskonzerte in Duisburg und Dillenburg-Nanzenbach waren spürbar gesegnet, sondern auch die vielen Begegnungen und Gespräche am Rande. “Verwandelt durch Jesus Christus“ lautete das Thema und man spürte deutlich: Die einen konnten von der Verwandlung berichten – und die anderen sehnten sich nach ihr. Deutschland im geistigen Umbruch? Ich bin dabei, Du auch?

Über den Passus mit der Verwandlung musste ich nachdenken. Zumal mich schon seit Jahren eine Bibelstelle zum Thema beschäftigt, die Ähnliches ausdrückt: (mehr …)

“Willkommen im Krebsland!”

Mittwoch, den 14. Dezember 2011

Kürzlich habe ich in meinem persönlichen Blog über einige Begegnungen hier bei der Anschlussheilbehandlung (Reha) berichtet. Darauf gab es auch eine recht deutliche Reaktion. Beides möchte ich auch hier kurz wiedergeben:

… Und jede Menge “Geschichten gibt es….

– Da ist der 60-er, der schon zum 5.Mal zur Reha kommt, weil in den letzten Jahren der Krebs von der Prostata in den Lungenflügel gewandert ist. Und jedesmal Operation und Bestrahlung. Nach der Ersterkrankung war er eineinhalb Jahre krankgeschrieben, das muss man erst mal, auch mental, verkraften.

– Da sind Frauen, deren Ehen scheiterten – und die hinterher krank wurden. Allein mit dem Übel. Und dabei sind sie oft so tapfer!

– Da ist die Enkelin eines berühmten Politikers, die heute mit 50 Jahren noch darunter leidet, dass ihre Eltern nie Zeit für sie hatten. Und dass in ihrem Leben oft ihr Name mehr zählte als sie selbst.

– Da ist der rustikale ältere Herr, der die Dinge klar beim Namen nennt. Aber auch schon 20 Jahre mit Krankheit zu tun hat, u.a. auch Teile der Zunge wegoperiert bekam, dazu hört er schwer … (mehr …)

(3) Jesus in Winterthur

Montag, den 5. Dezember 2011

Die letzte “Station” vor der Operation habe ich ja in “(2) Jesus und Entscheidungen” geschildert.

Die Tage bis zum OP-Termin vergingen noch ziemlich schnell. In der Firma alles ordnen, da ich längere Zeit nicht in den Projekten dabeisein würde. Im Garten noch umgraben, winterfest machen und Maulwurfhügel plätten. Ausstehende Post erledigen usw.

Dann war der Donnerstag da. Autofahrt nach Winterthur ins Kantonsspital, einchecken in die Urologie. Nettes Personal, Aufnahmegespräch. 4-er-Zimmer. Bin der einzige “Dütsche” dort. Und werde immer wieder gefragt: “Verstohnd Sie schwyzzerdütsch?” Was ich gerne bejahe, wohnen wir doch schon fast zwei Jahrzehnte nahe an der Schwyzzer Grenze… Auspacken, Bett (am Fenster!) belegen, Schrank füllen. Dann kommt ein Eingangsgespräch. Später auch schon die Anästhesistin zum Abklären, wieviel Zigaretten der Patient am Tag raucht oder ob man Alkohol zum Überleben braucht… Das Schöne bei solchen Fragen ist – ich kann sie alle schnell beantworten, habe so gut wie keine Probleme. Bis auf meine Herzrhytmusstörungen, die ich aber mit Medikamenten schon jahrelang gut im Griff habe. Abends dann das letzte Essen, danach ist Essenspause:-)

Da-Vinci – die OP

Die Nacht – obwohl noch ungewohnte Umgebung – verläuft einigermassen ruhig. Es gab ja auch ne Schlaftablette. Morgens geht es dann früh los. Einlauf (hmm, noch nie bekommen, aber er ist überstehbar), dann mit Bett Richtung OP. Wir haben unterwegs noch Spass. Keine Anspannung, keine Angst – ich bin froh darüber, dass Gott da ist. Im Vorraum zum Operationssaal werde ich noch geparkt. Die Anästhesistin erscheint, OP-Pfleger ziehen sich um. Gleich 8.00 Uhr… (mehr …)

Getragen

Montag, den 21. November 2011

hallo, kleiner mann,

drei wochen bist du jetzt auf dieser welt.
hast monate vorbereitungszeit gehabt
und doch war es schockierend für dich:
– plötzlich dieser kältessturz – von kuschligen 37° auf kühle raumtemperatur herunter
– auf einmal solltest du selber atmen und warst vorher so gut versorgt
– aus einem “schwimmenden” umfeld auf eine harte unterlage
– deine bedürfnisse musst du jetzt anmelden – hunger und was wieder raus muss
– aus absoluter dunkelheit ins grelle licht des kreisssaales
– und lernst mama und papa jetzt richtig kennen, nicht nur durch die “hülle” (mehr …)

Wenn Gott den “Kopf wäscht”…

Dienstag, den 15. November 2011

Ein GASTBEITRAG von Marion

Unsere Tochter ist im September 2010 für ein Jahr nach Japan gegangen, um dort zu studieren. Die ersten Wochen und Tage waren zwar recht aufregend, aber alles ging gut – bis zum 11. März diesen Jahres.

Da geschah dieses schwere Erdbeben mit dem Tsunami in Sendai und der nachfolgenden Katastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima. Unsere Tochter befand sich ca. 500 km südlich von Fukushima direkt an der Pazifikküste. Zwar nicht in unmittelbarer Gefahr, aber keineswegs auf sicherem Terrain. Niemand konnte sagen, ob nicht noch ein schweres Beben kommt, ob nicht noch ein anderes AKW havariert oder die Strahlung aus Fukushima nicht doch verheerender würde, als von offizieller Stelle gemeldet.

Zwar kamunser Kind am 16.3.11 auf abenteuerliche Weise nach Hause, aber nur für kurze Zeit. Alle offiziellen Stellen beteuerten, es bestehe keine unmittelbare Gefahr und somit kein Grund, das Stipendium nicht weiter wahrzunehmen.
Am 6. April flog sie also wieder zurück nach Japan, um ihr Studium bis zum Ende des Sommersemesters an der dortigen UNI fortzusetzen. (mehr …)