Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Sag zum Abschied leise “Servus”

Freitag, den 27. April 2012

Mancher weiss es schon länger, mancher hat es noch nicht mitbekommen: ERF.de bekommt ein neues Gesicht. Den Relaunch gibts ab dem 02. Mai.  Die Macher der Seite in Wetzlar haben in den letzten Monaten viel Kraft, Ideen und Schweiss investiert. Ich bin gespannt, was dabei herausgekommen ist. Einen Vorgeschmack kann man bereit hier sehen.

Da ERF-online auch überarbeitet wurde, wird es manches Neue geben, aber manches Gewohnte auch nicht mehr. So wurde das Angebot der Blogs, in denen verschiedene Blogger ihre Sicht der Welt erklärten, aus dem Angebot herausgenommen.

Das Blog “Mein Gott und die Welt” wird dann beim ERF auch nicht mehr erscheinen. Nur gut, dass der verantwortliche Redakteur vorher informiert hat. So konnte ich einen separaten Blog mit demselben Titel starten. Das Schöne: Alle bisherigen Blogartikel konnten im neuen Blog wieder eingelesen werden und stehen weiterhin zur Verfügung. (mehr …)

Vom Polizisten zum Freund

Mittwoch, den 18. April 2012

In einem Seminar sollten wir einmal folgende Übung machen und diese Aussage ergänzen:

Gott ist für mich wie…

Puh, das war auf die Schnelle gar nicht so einfach. Im allgemeinen denke ich ja nicht ständig darüber nach, wie ich Gott beschreiben würde. Okay, wenn es um reine biblische Aussagen gegangen wäre, dann hätte ich eine ganze Liste gefunden. Aber es sollte ja eine subjektive Einschätzung sein. Schwierig, schwierig…

Streng

Als fünfter Spross einer kinderreichen Familie musste ich sehr früh akzeptieren, dass unser Leben nach klaren Normen und Grenzen funktionierte. Wurden diese überschritten, gab es Strafe. Das tat oft spürbar weh. So nützlich diese Einstellung für das praktische Miteinander einer Grossfamilie auch war – aber sie prägte auch nachvollziehbar mein Bild von Gott. Heute weiss ich um die vielfältigen Zusammenhänge, denn „Elternsicht ist Gottessicht“. Aber damals war mir das noch nicht bewusst. Gott und auch Jesus Christus hatten für mich schon den klaren strengen Charakter. Sie stellen die Regeln auf und ich als Mensch muss sie befolgen. Bricht man diese Regeln, folgt Strafe auf dem Fuss. (mehr …)

Weht der Wind wirklich, wo er will?

Freitag, den 13. April 2012

Wir waren vor vielen Jahren zu einer  Familienkur für betroffene Krebskinder auf der Insel Sylt. Es war November, rauh und kalt. Jeden Tag gingen wir vom Kurheim durch die Dünen zum Strand. Suchten Muscheln und Bernstein. Manchmal liessen wir Drachen steigen. Je nach Windverhältnissen und -stärke. Apropos Windstärke: An einem Tag weht ein so heftiger Wind, dass zirka eineinhalb Meter über dem Erdboden alles voller Sandkörner war, den der Sturm vor sich hertrieb. Sah ganz gespenstig aus. Unsere Kinder machten sich den Spass und legten sich dem Wind entgegen – und fielen gar nicht um… An anderen Tage wehte nur ein laues Lüftchen. Und auch die Windrichtungen wechselten öfters. Man konnte es meist nicht voraussagen, aus welcher Richtung er demnächst blasen würde.

Vergleiche

In der Bibel gibt es eine zu obiger Situation passende Aussage:

Der Wind weht, wo er will. Du hörst zwar sein Rauschen, aber woher er kommt und wohin er geht, weisst du nicht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.” (Johannes 3,8)

Das Wirken des Geistes wird hier mit dem Wind verglichen. Weitere Synonyme sind Feuer, Wasser und Öl. Das sind alles keine festen Körper, sondern fliessende Dinge. In Bewegung. Verändern ständig ihre Form, ihre Oberfläche, ihre Wirkungsintensität. Ich finde das interessant. (mehr …)

Roter Winkel, hartes Leben

Samstag, den 31. März 2012

Da lag es. Auf dem Tisch im Arbeitszimmer. Meine Frau hatte es von einem Treffen beim Roten Kreuz mitgebracht. Das Buch “roter Winkel, hartes Leben” – in quadratischer Form und zweisprachig, sowohl deutsch als russisch geschrieben.

Ich nahm es zur Hand – und kam nicht wieder los. Till Mayer, Jahrgang 1972, Journalist und Fotograf hat es verfasst. Und die Fotos dazu gemacht. Das Thema? Er besuchte Überlebende von Konzentrationslagern in Lemberg, ihrer ukrainischen Heimat. 2007 sind diese Bilder und Geschichten aufgenommen wurden.

Vierzehn verschiedene Schicksale presst der Autor in kurze Skizzen ihres Lebens. Wie will man auch die Fülle von Emotionen, Erlebnissen, fatalen Erinnerungen und gespeicherten Ängsten in wenigen Zeilen beschreiben? Till Mayer ist es gelungen. Ich merke es daran, wie mich das Thema, die einzelnen Schicksale nicht loslassen, auch wenn ich das Buch schon zu Seite gelegt habe. (mehr …)

Hallo Fidel Castro!

Donnerstag, den 29. März 2012

Ein Gespräch über Gott und die Welt soll es gewesen sein – insofern passt das Thema natürlich auf meinen Blog:-)
 
Dass du dich gestern mit dem Papst getroffen hast, das ist eine kleine Revolution! Aber Revolutionen bist du ja gewöhnt…
 
Entschuldige bitte, wenn ich dich duze. Aber schliesslich begleitest du mich schon ein ganzes Leben. Ich bin mit dir aufgewachsen, dem “Bruder” in der Karibik. Der mit unseren Staatsführern dasselbe Ziel anstrebte, die sozialistische Revolution. Und ich kann mich noch gut an die Slogans meiner Kindheit erinnern, als es während und nach der Kubakrise 1962 hiess: “Hände weg von Kuba!”
 
Atheist trifft Papst
 
Du hast dich fast ein Leben lang als Atheist bezeichnet, obwohl du eine Jesuitenerziehung genossen hast. Die Kirche zu bekämpfen, den Atheismus in der Verfassung zu verankern – das sind schon klare Signale an Glaubende. Umso erstaunlicher war da jetzt deine Bitte, das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI. auf seiner Kubareise zu treffen.
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Gott begegnen? – Manchmal muss man auf einen Turm steigen…

Freitag, den 23. März 2012
Kennen Sie Habakuk?
Klingt so fremd, altertümlich.
Ach, ein Name ist das? Ich hätte mehr eine historische Ausgrabungsstätte im Irak oder Indien vermutet.
Der soll aus der Bibel kommen…
Soll nicht, der kommt von daher – ist einer der kleinen Propheten.
Ja – und? Muss man ihn kennen?
Muss nicht, aber interessant ist der Typ allemal.
Und man kann von ihm lernen.
Ach? Was denn?
Der hat damals schon gebloggt, seine Erlebnisse und Erfahrungen einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt…
 
Habakuk 2 (LUT)
1 Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe.
2 Der HERR aber antwortete mir und sprach: Schreib auf, was du geschaut hast, deutlich auf eine Tafel, dass es lesen könne, wer vorüberläuft!
3 Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben.
4 Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
 
Erst fragen – dann türmen
 
Letztens las ich sie wieder, die ersten vier Verse in seinem zweiten “Blogbeitrag”. Und fand sie spannend! Habakuk hatte viele Fragen. Und ging damit an die richtige Adresse. Gott sollte ihm doch antworten, ihm erklären, wie sein politisches Umfeld gerade einzuordnen wäre.
Gott Fragen stellen – natürlich darf man das. Wer sollte denn sonst kompetente Antworten geben? Wie die Welt tickt. Wozu Leid zugelassen wird. Wohin und wofür ich mich entscheiden soll… (mehr …)

Wenn ein Walter für den anderen betet

Dienstag, den 13. März 2012

Es sind diese “Geschichten”, die das Leben schreibt. Oder Jesus. Ich liebe sie. Wie auch diese – letztens in unserem Firmengebetskreis gehört:

Beten und Fasten

Da besucht Anfang des Jahres ein hiesiger (südwestlicher Zipfel von Deutschland) Walter eine Fasten- und Gebetswoche an der Nordsee. Ein hiesiger heisst: Er besucht hier eine Gemeinde, wohnt aber “drüben” im Elsass. Und nahm an dieser besonderen Woche teil. Und lernte auch ganz verschiedene Leute kennen.

So auch bei einem suppigen Mittagessen. Weil es auch eine Fastenrüste war, gab es mittags nur leichte Kost. “Unser” Walter setzte sich zu einem Mann an den Tisch, der ebenfalls seine Suppe löffelte. Und ziemlich niedergedrückt aussah. Worauf Walter (1) ihn ansprach, was denn mit ihm wäre. Daraufhin stellte sich der Mann auch als “Walter” (2) vor.

Ihm würde es schon lange gar nicht gut gehen. Er hätte schon lange Zeit Depressionen. Und Rückenschmerzen. Wobei vielleicht letztere die seelischen Tiefs hervorrufen würden… (mehr …)

Hallo Herr Wulff!

Sonntag, den 11. März 2012

Es ist doch eigenartig, wie das Leben manchmal verläuft. Gestern noch intensives, vollgepacktes Programm – heute Klosterstille und Abgeschiedenheit.

Ich habe – wie wohl ganz viele interessierte Bürger – in den letzten Wochen verfolgt, wie sich die Causa Wulff entwickelte. Vom recht jungen Bundespräsidenten mit den vielen Präsentationsaufgaben zu dem Politiker, der manche Handlungen nicht wirklich einer breiten Öffentlichkeit erklären wollte. Oder konnte.

Medien

Erst mal “auffällig” geworden, stürzten sich die Medien, vielleicht sogar mit einem Schuss Genugtuung, auf den (vielleicht) Gestrauchelten. Irgendwie ist das eine perverse Tendenz der heutigen Zeit: Sündenböcke suchen und wenn gefunden – sie zu demontieren. Um der eigenen Fehlerhaftigkeit nicht ins Gesicht schauen zu müssen? Und dann wird gebohrt, gesucht, nachgefragt, angeklagt. (mehr …)

Wenn die Post Bibel verteilen muss

Donnerstag, den 8. März 2012

Diese Meldung fand ich interessant:

In Ramat Gan haben die Briefträger im Auftrag christlicher Missionen das Neue Testament verteilt. Zu jeder Haustür, zu jedem Briefkasten mussten sie, wie sich schnell herausstellte, das Neue Testament in hebräischer Sprache bringen.

Offensichtlich handelte es sich um einen Massenversand mit automatisch gedruckten Serienadressen. Die Briefträger wehrten sich dagegen und erhoben Einspruch, gegen ihren Willen christliche Mission zu betreiben.

Sie kontaktierten religiöse Knessetabgeordnete, die darauf bestanden, die Affäre rechtlich zu überprüfen. Aber als staatliche Institution ist die israelische Post zur Verteilung verpflichtet, und so wurden 24 Stunden später alle Neuen Testamente trotz Kritik ausgeteilt. (mehr …)

Das Buch vom Himmel

Montag, den 27. Februar 2012

Ich war ziemlich gespannt auf dieses Buch. Einfach, weil mich das Thema “Himmel” auch schon lange interessiert und fasziniert. Und dann erfuhr ich, dass unserer ehemaliger Nachbar – Matthias Herrchen – etwas darüber geschrieben hat. Ich bestellte es sofort. Am Wochenende habe ich es gelesen. In einem Rutsch sozusagen.

Das Buch ist gut geschrieben. Man merkt dem Autor an, dass er gewöhnt ist, mit der Sprache zu brillieren. Gerne fomuliert. Präzise Aussagen trifft. Und durch eigenes Erleben dazu angeregt wurde, den Dingen über den Wolken auf die Spur zu kommen. Und sich lange mit dem Thema Himmel beschäftigt hat.

Die Bibel sagt…

Es ist erstaunlich, an wievielen Stellen der Bibel doch Aussagen getroffen werden, was den Himmel ausmacht. Wie es dort aussieht. Wer dort sein wird und wer nicht. Der Autor bemüht sich, sowohl Stellen aus dem Alten Testament als auch neutestamentliche Aussagen einzuordnen und zu erläutern. Er erklärt die Arten und Hierarchien der Engelwesen. Und versucht auch, das Unbeschreibliche zu beschreiben. Hier eine Kostprobe: (mehr …)