“Das ultimative Geschenk”
Eine Freundin hatte uns den Film ausgeliehen. Sie selbst hätte ihn schon mehr als fünfmal gesehen – und ihn immer wieder toll gefunden…
Ein alter – und sehr reicher – Mann stirbt. Bei der Beerdigung gibt es den ersten Eklat: Grossneffe Jason kommt ziemlich auffällig und zu spät zu diesem traurigen Anlass. Man kann erkennen: Hier ist eine Familie der High Society mit allem Pomp, aber auch mit seinen Schattenseiten zu sehen.
Bei der Testamentseröffnung scheitern dann schon die ersten Vorstellungen der eigenen Wünsche. Jeder aus der Familie hatte sich einen Löwenanteil am Erbe ausgerechnet – aber wird mit dem Pflichtteil abgespeist. Auch Jason denkt, dass er nichts erbt, denn die letzten Jahre waren zwischen ihm und seinen Grossonkel ziemlich sprachlos verlaufen. Kurz vor seinem enttäuschten Weglaufen lässt er sich doch noch überreden, die Videobotschaft des Toten an ihn anzuhören. Dabei erfährt er, dass er tatsächlich nicht mit materiellen Werten rechnen kann. Im Gegenteil – sein Grossonkel hatte ihm zwölf Geschenke hinterlassen. Eigentlich waren es zwölf Aufgaben, die er bewältigen sollte.
Widerwillig nimmt er die erste Herausforderung an, fliegt nach Texas und muss Tag für Tag lernen, sich der realen Arbeitswelt zu stellen. Aber als nach Tagen sein erster Weidezaun endlich steht, hat ihn auch die Lust am Arbeiten gepackt. Erfolg durch eigene Anstrengungen zu haben ist ein völlig neues Lebensgefühl für den verwöhnten jungen Mann. er ahnt noch nicht, dass dies das erste Geschenk ist, welches der Verstorbene ihm machen will.
Später folgen noch andere Aufgaben. Zum Beispiel muss er dem Testamentsverwalter einen echten Freund vorweisen. Was schwierig ist, da er bisher nur Kumpels hatte… Die Begegnung mit einem krebskranken Mädchen entwickelt sich dann zu einer tiefen Freundschaft, die auch Jason verändert.
Als er eines Tages in seine Wohnung kommt und diese leergeräumt vorfindet, wird es hart für ihn, zumal auch noch sein Luxusschlitten abgeschleppt wird. Die Lektion, die er hier lernen soll, lautet: Nur wer einmal alles verloren hat, kann den Wert der Dinge wirklich schätzen.
Und so durchläuft er eine Lektion nach der anderen, wird verändert und sieht die Welt – und vor allem die Menschen aus anderen Augen. Es ist eine unvergessliche Entdeckungsreise, die man als Zuschauer intensiv miterlebt.
Am Ende berührt das Schicksal des kranken Mädchens genauso wie die Liebesgeschichte zwischen Jason und der Mutter dieses Mädchens. Und natürlich kommt es doch noch zum überraschenden Ende der Erbgeschichte…
Das Geschenk der Arbeit, des Geldes, der Freundschaft, des Lernens, der Probleme, der Familie, des Lachens, der Träume, des Gebens, der Dankbarkeit und das Geschenk der Liebe sind der “Nachlass” des reichen Grossonkels an seinen Grossneffen… Die Grundaussage der Story kann man vielleicht so zusammenfassen: Am Ende ist jede Person nur für das bekannt, was sie im Leben anderer bewirkt hat.
Ein Film, den es sich echt lohnt, anzuschauen. Vielleicht wirst du genauso berührt werden, wie ich, als ich ihn sah.
Am 10. Februar 2010 um 07:51 Uhr
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